Welche Besonderheiten gibt es bei Wertsachen?

Wertsachen sind Bargeld, Urkunden, Sparbücher, Wertpapiere, Schmuck, Edelsteine, Perlen, alle Sachen aus Gold, Platin oder Silber, Briefmarken, Münzen, Telefonkarten, Medaillen, Pelze, handgeknüpfte Teppiche, Gobelins, Kunstgegenstände (z.B. Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Plastiken, Collagen und alle Sachen, die über 100 Jahre alt sind (Antiquitäten). Nicht dazu zählen Möbelstücke.

Für Wertsachen ist in den Bedingungen eine Entschädigungsgrenze von 20 % der Versicherungssumme vorgesehen. Wenn also zu Ihrem Hausrat Gegenstände gehören, die als Wertsachen gelten, müssen Sie sich die Mühe machen, deren Wert möglichst genau zu errechnen. Ausschlaggebend ist der Wiederbeschaffungspreis. Nur so können Sie feststellen, ob die Begrenzung 20 % der Versicherungssumme ausreichend ist. Möglichkeiten, diese Entschädigungsgrenze zu erhöhen, sind in der Rubrik „Welche Deckungskonzepte gibt es ?“ genannt.

Neben der 20 %igen Entschädigungsgrenze gelten für bestimmte Wertsachen folgende Begrenzungen: 1.023 Euro für Bargeld, 2.556 Euro für Urkunden, Sparbücher und Wertpapiere, 20.452 Euro für Schmuck, Edelsteine, Perlen, Briefmarken, Münzen, Telefonkarten, Medaillen und Sachen aus Gold oder Platin. Bei neueren Euro-Tarifen sind diese Summen meist leicht nach oben aufgerundet. Die Grenzen gelten nicht, wenn sich die Sachen in einem Tresor befinden, der folgende Merkmale hat: Verschlossener mehrwandiger Stahlschrank mit einem Mindestgewicht von 200 kg oder eingemauerter Stahlwandschrank mit mehrwandiger Tür. Haben Sie ein Sicherheitsbehältnis mit anderen Eigenschaften, können Sie den Versicherer fragen, ob er dieses als Aufbewahrungsort akzeptiert.

Für Wohnungen mit besonders hochwertigem Hausrat gibt es spezielle Konzepte. Bitte schauen Sie in der Rubrik „Welche Deckungskonzepte gibt es ?“ unter dem Stichwort Allgefahrendeckung nach.

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