Außenanlagen in der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung

Wenn das Wetter mit einem kräftigen Sturm zuschlägt, kann es richtig teuer werden – selbst wenn Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden. Denn nicht zwangsläufig befindet sich der gesamte Hausrat innerhalb der Wohnräume. Bestimmte Sachen befinden sich weiterhin im Freien und sind somit den Einflüssen des Wetters ausgesetzt. Dies trifft besonders für die Außenanlagen zu.

Es existiert eine Vielzahl an Dingen, die als Außenanlagen klassifiziert werden. Hierzu zählen zum Beispiel Briefkästen, Markisen, Mauern, Treppen und Treppengeländer. In der Anschaffung sind entsprechende Objekte zum Teil äußerst kostspielig, weshalb im Schadensfalls schnell die Frage aufkommt, ob mit finanzieller Unterstützung vom Versicherer zu rechnen ist.

Abgrenzung zwischen Hausrat und Gebäudebestandteil

Zunächst sollte in solchen Fällen immer geprüft werden, welche Versicherung in Anspruch genommen kann. Es ist nicht so, dass die Hausratversicherung als richtige Anlaufstelle gilt – bestimmte Schäden müssen über die Wohngebäudeversicherung reguliert werden. Außerdem gibt es Dinge, die weder von der Hausratversicherung noch von der Wohngebäudeversicherung abgedeckt sind.

Hierbei gilt es im Wesentlichen zwischen Hausrat und Gebäudebestandteilen zu unterscheiden. Hausrat lässt sich vor allem dadurch klassifizieren, dass er beweglich ist. Sind Objekte mit dem Gebäude direkt verbunden, betrachtet man sie als Gebäudebestandteil. In solch einem Fall muss versucht werden, eine Schadensregulierung über die Wohngebäudeversicherung anzustreben.

Ist ein Briefkasten zum Beispiel mit dem Gebäude verbunden, ist eine Schadenregulierung nicht immer über die Hausratversicherung möglich. Dasselbe trifft auch für Markisen zu, wobei es allerdings auch Hausrattarife gibt, die Markisen einschließen. Dementsprechend kommt es auch stets darauf an, für welchen Tarif man sich entschieden hat.

Der Versicherungsnehmer muss Vorsorge leisten

Objekte, die sich im Freien befinden, sind nur eingeschränkt versichert. Auch hier ist die Markise ein gutes Beispiel: Sollte das Wetter umschlagen, hat der Versicherungsnehmer die Markise rechtzeitig einzuholen. Macht er dies nicht, so wird die Versicherung im Schadensfall nicht zahlen. Dasselbe trifft auch für den Diebstahl von Objekten zu, die draußen aufbewahrt werden: Wenn sie nicht im Wohngebäude untergestellt sind, greift der Versicherungsschutz im Regelfall nicht.

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