Wohnfläche

Die Wohnfläche bezeichnet die Fläche eines Hauses oder einer Wohnung, die für Wohnzwecke genutzt wird. Im Rahmen der Hausratversicherung kommt der Wohnfläche eine äußerst hohe Bedeutung zu, weil sie nämlich die Bemessungsgrundlage der Versicherung bildet. In anderen Worten: Die Höhe des Versicherungsbeitrags ist maßgeblich von der Wohnfläche abhängig. Je größer die Wohnfläche ist, desto größer fällt auch der Betrag aus, der an den Versicherer zu entrichten ist.

Was die Ermittlung bzw. Festsetzung betrifft, so wird die gesamte Fläche bzw. die so genannte Grundfläche privatwirtschaftlich genutzter Gebäude herangezogen. Eine Ausnahme bilden Balkone und Terrassen: Deren Flächen dürfen von der Gesamtfläche abgezogen werden. Eine manuelle Vermessung hat übrigens nur in den seltensten Fällen zu erfolgen – in der Regel werden die Quadratmeterzahlen herangezogen, die im so genannten Grundriss zu finden sind. Hierbei handelt es sich um eine Bauzeichnung, auf welcher die Flächen der Gebäude abgebildet sind. Eigentümer verfügen in so gut wie allen Fällen über die Grundrisszeichnungen, weil diese zu wichtigen Gebäudedokumenten zählen. Mieter müssen sich hingegen mit den Eigentümern in Verbindung setzen, um die Zeichnung zu beschaffen.

Die Wohnfläche bildet nicht nur die Grundlage für die Ermittlung des Versicherungsbeitrags, sondern bestimmt zugleich über die Versicherungssumme. Gerade bei kleinen Wohnungen kann es vorkommen, dass eine so genannte Unterversicherung eintritt: Der Wert des Hausrats übersteigt die Versicherungssumme. Um im Schadensfall dennoch ausreichend abgesichert zu sein, empfiehlt es sich in derartigen Fällen, die Versicherungssumme bewusst zu erhöhen – gegen eine relativ geringe Beitragserhöhung ist dies bei den meisten Anbietern problemlos möglich.