Wehrdienst

Beim Wehrdienst handelt es sich um eine Ausbildung, die von den Versicherungsgesellschaften anerkannt wird. Für Wehrdienstleistende bedeutet dies, dass ihr Hausrat bzw. ihre persönlichen Sachen und Wertgegenstände auch in den Räumen einer Kaserne versichert sein können. Ob dies der Fall ist, hängt ganz von den jeweiligen Umständen ab.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass ein Versicherungsschutz besteht – und das sogar für die gesamte Zeit der Ausbildung. Wer sich für längere Zeit außerhalb der eigenen Wohnung bzw. nicht am Versicherungsort aufhält, genießt für gewöhnlich nur einen begrenzten Versicherungsschutz, der sich auf eine Dauer von drei Monaten erstreckt. Wehrdienst, Zivildienst sowie die meisten Berufsausbildungen stellen eine Ausnahme dar: In solchen Fällen wird die Dauer des Versicherungsschutzes ausgeweitet und erstreckt sich über den gesamten Ausbildungszeitraum. Selbstverständlich muss der Hausrat auch innerhalb der Kaserne entsprechend gesichert sein, beispielsweise indem Wertsachen eingeschlossen und Zimmer nach dem Verlassen abgeschlossen werden.

Der Versicherungsschutz gilt allerdings nur unter der Voraussetzung, dass vor Ort kein eigener Haushalt gegründet wird. Sollte sich ein Wehrdienstleistender in Nähe der Kaserne eine Wohnung nehmen, so handelt es sich dabei zweifelsfrei um die Gründung eines Haushalts. In solch einem Fall wird weder für den neuen Haushalt noch für die Räumlichkeiten der Kaserne ein Versicherungsschutz geboten.

Sofern ein Wehrdienstleistender über keine eigene Wohnung verfügt und ansonsten noch bei den Eltern wohnt bzw. dort gemeldet ist, kann der Hausrat sogar über die Versicherung der Eltern geschützt werden.