Mittelbare Schäden

Im Versicherungswesen wird zwischen verschiedenen Arten von Schäden unterschieden. Zu einer der Schadensarten, die im Bereich der Hausratversicherung eine Rolle spielen, zählen die mittelbaren Schäden. Mittelbare Schäden gelten als abgedeckt, weshalb im Schadensfall eine Leistung erbracht bzw. vom Versicherer eine Entschädigung geleistet wird. Mittelbare Schäden werden manchmal auch als Mangelfolgeschäden bezeichnet.

Man spricht von einem mittelbaren Schaden, wenn dieser nicht unmittelbar bzw. direkt an der versicherten Sache entstanden ist, sondern dieser als Folge eines anderen Schadens auftritt. Wenn es zum Beispiel zu einem Hagelschaden kommt, bei welchem ein Dachfenster beschädigt wird, so liegt am Dachfenster ein unmittelbarer Schaden vor. Aufgrund des beschädigten Fensters können nun weitere Schäden entstehen, zum Beispiel weil Hagel und Regenwasser in das Gebäude gelangen und dort Möbel beschädigen. Diese Folgeschäden werden als mittelbare Schäden bezeichnet. Versicherungsexperten sprechen auch von einem adäquaten kausalen Zusammenhang zwischen den einzelnen Schäden.

Glücklicherweise deckt die Hausratversicherung eine breite Palette an Risiken und Schäden ab. Wie einleitend bereits angeschnitten wurde, gelten in der Hausratversicherung auch mittelbare Schäden als eingeschlossen. Die Entschädigung stellt in den meisten Fällen kein sonderlich großes Problem dar. Für den Versicherer bzw. für dessen Sachverständige muss lediglich erkennbar sein, dass zwischen den mittelbaren Schäden und dem ursprünglichen Schaden ein Zusammenhang besteht.

Übrigens werden auch Mehrausgaben abgedeckt, die auf mittelbare Schäden zurückzuführen sind. Sollten zum Beispiel Räumungskosten oder Unterstellkosten entstehen, so können diese gegenüber dem Versicherer geltend gemacht werden.