Medikamente

Medikamente sind als ein Bestandteil des Hausrats zu betrachten. Daher sind auch Medikamente im Versicherungsschutz eingeschlossen, den eine Hausratversicherung bietet. Sollte es zu einem Schadensfall kommen, bei welchem Medikamente gestohlen oder zerstört werden, so können Ansprüche auf Entschädigung vom Versicherungsnehmer gegenüber dem Versicherer geltend gemacht werden.

Ein Schutz besteht allerdings nur dann, wenn sich der Versicherungsnehmer in der Lage befindet, die Existenz der Medikamente zweifelsfrei beweisen zu können. Im Falle einer Zerstörung – zum Beispiel durch einen Leitungsschaden – stellt dies natürlich kein Problem dar. Bei einem Brand oder auch bei Diebstahl verhält es sich schon anders. Um über einen ausreichenden Nachweis zu verfügen, sind Versicherungsnehmer gut damit beraten, die Belege der einzelnen Medikamentenkäufe gut aufzubewahren.

Aufzupassen gilt es bei Medikamenten, die von besonders hohem Wert sind. Sollte man sich im Besitz besonders kostspieliger Medikamente befinden, so müssen diese ausreichend gesichert sein. Dies trifft insbesondere für Ärzte zu, die Medikamente ihrer Patienten bei sich zu Hause bzw. privat aufbewahren. Weil in solchen Fällen ein erhöhtes Einbruchdiebstahl-Risiko besteht, gilt eine sichere Aufbewahrung als vorteilhaft. Versicherer empfehlen die Nutzung von verschließbaren Medizinschränken.

Ein Gerichtsurteil aus dem Jahr 2007 besagt, dass auch Medikamente als versichert gelten, die das Eigentum von Dritten sind. Weil eine Hausratversicherung auch das Eigentum Dritter schützt, bleiben Medikamente vom Versicherungsschutz nicht ausgeschlossen.