Auszahlung der Entschädigung

Die Auszahlung der Entschädigung steht für die Erbringung einer Geldleistung durch den Versicherer. Die Erbringung dieser Leistung ist dann vorgesehen, wenn es zu einem Schadensfall gekommen ist, welcher von der Versicherung entschädigt werden muss.

Im Zusammenhang mit der Auszahlung von Entschädigungen spielt vor allem der Zeitpunkt der Entschädigung eine ganz wichtige Rolle. In der Praxis kommt es häufiger vor, dass Versicherer die Auszahlung hinauszögern. Allerdings haben die Versicherungsnehmer ein Anrecht auf eine möglichst unmittelbare bzw. zeitnahe Erbringung dieser Leistung.

Ein Schutz der Versicherungsnehmer erfolgt durch die Wohngebäudeversicherungsbedingungen (VGB). Die VGB definieren die Pflichten der Versicherer und Versicherungsnehmer. Unter anderem schreiben sie den Versicherern eine zeitnahe Auszahlung der Entschädigung vor. Die Entschädigung hat bei einem nachweislichen Schadensfall innerhalb des Zeitraums von zwei Wochen zu erfolgen.

Gleichzeitig erlangt der Versicherungsnehmer den Anspruch auf eine Verzinsung: Sollte sich die Auszahlung des Betrags verzögern, so kann er auf eine Verzinsung bestehen. Auf welche Höhe sich die Verzinsung läuft, hängt wiederum von der jeweiligen Situation an den Zinsmärkten ab. Der Zinssatz muss jedoch innerhalb des Spektrums einer jährlichen Verzinsung von 4 bis 6 Prozent liegen. Im Übrigen regeln die VGB auch Teilzahlungen: Innerhalb eines Monats nach der Schadensmeldung kann der Versicherungsnehmer auf den Erhalt einer Teilzahlung bzw. eines Abschlags bestehen.