So werden Hagel und Sturm Schäden in der Hausratversicherung reguliert

Auch in Deutschland kann es ordentlich stürmen. In den Sommermonaten sind Stürme, die große Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen hinterlassen, keine Seltenheit. Schützen kann man sich vor solchen Schäden nur bedingt – wenn ein Gewittersturm ausbricht und große Hagelkörner fallen, kann nur noch gehofft werden, dass sich der Schaden in Grenzen hält.

Immerhin verspricht die Hausratversicherung einen finanziellen Schutz. Sollte Hausrat aufgrund von Sturm beschädigt werden, so erfolgt eine Regulierung der Kosten über den Versicherer. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass die Wohngebäudeversicherung einen fast noch wichtigeren Schutz bietet: Sie deckt Sturmschäden ab, die direkt am Gebäude entstehen.

Leistungsumfang der Versicherungen

Die Hausratversicherung deckt Sturmschäden ab. Die direkte Einwirkung von Sturm auf den Hausrat ist eher gering, zumal der Hausrat ohnehin geschützt aufzubewahren ist. Wer beispielsweise Hausrat im Freien stehen lässt, hat keinen Anspruch auf Entschädigung. Dafür sind aber auch Folgeschäden abgedeckt. Sollte der Sturm zum Beispiel ein Fenster beschädigen und daraufhin viel Regenwasser eindringen, ist eine Absicherung gewährleistet.

Im Hinblick auf die Schadensregulierung ist es wichtig, dass auch aus meteorologischer Sicht von einem Sturm gesprochen werden kann. Konkret bedeutet dies: Es muss mindestens Windstärke sieben vorherrschen. Informationen über die Windstärke der letzten Tage sind über Wetterämter abrufbar.

Die Obliegenheiten von Hausrat- und Wohngebäudeversicherung sehen vor, dass der Versicherungsnehmer für einen Schutz des Hausrats zu sorgen hat. Wenn beispielsweise ein Fenster beschädigt wird und viel Regenwasser eindringt, kann er Hausrat gezielt beiseite schaffen und somit schützen. Bleiben solche Maßnahmen aus, kann dies eine Kürzung des Entschädigungsbetrags zur Folge haben.

Schaden regulieren

Liegt ein Schadensfall vor, sollte der Versicherer unverzüglich informiert werden. Hier zu warten bzw. eine Schadensmeldung auf die lange Bank zu schieben, ist alles andere als erstrebenswert. Wird zu lange abgewartet, kann dies den Anspruch auf Entschädigung kosten. Am einfachsten ist die Meldung per Telefon. Sicherheitshalber sollte der Versicherer aber auch stets schriftlich informiert werden.

Wenn Feuchtigkeit im Spiel ist, gilt es den Schaden möglichst schnell zu beseitigen bzw. zumindest das Wasser zu entfernen. Es ist daher ratsam, den Schaden umgehend zu dokumentieren, indem man beispielsweise Fotos macht und außerdem einen oder mehrere Zeugen holt, die das Schadenausmaß persönlich in Augenschein nehmen. Sofern man sich bei bestimmten Dingen unsicher ist, erkundigt man sich am besten beim Versicherer. Dieser kann einem mitteilen, welche Arbeiten schon verrichtet werden können.

Beschädigter Hausrat darf übrigens nicht voreilig entsorgt werden. Besser man bewahrt ihn vorerst noch auf und fertigt zugleich eine penible Dokumentation an, der genau zu entnehmen ist, welche Objekte beschädigt oder zerstört wurden.

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