Silvester – Feuerwerk in der Hausratversicherung

Es ist wieder soweit, die Silvesternacht steht vor der Türe. Eigentlich handelt es sich um ein freudiges Ereignis, schließlich wird das alte Jahr verabschiedet und zugleich ein neues Jahr begrüßt. Doch leider beginnt das neue Jahr nicht immer so erfreulich, besonders die Silvesternacht sorgt gerne für Schlagzeilen. Grund sind Verletzte und Sachschäden, die in den meisten Fällen auf die unsachgemäße Verwendung von Feuerwerk zurückzuführen sind.

Häufige Schäden im Überblick

Das Spektrum der Schäden, die auf das Konto von Feuerwerkskörpern gehen, ist breit gefächert. Am schlimmsten sind natürlich Personenschäden, sprich Verletzungen. Einige können sehr schlimm sein und dauerhafte gesundheitliche Beeinträchtigungen zur Folge haben.

Ebenso sind die Sachschäden nicht zu unterschätzen. Noch als vergleichsweise harmlos gelten mechanische Beschädigungen, wie z.B. Verformungen durch Böller. So mancher Autobesitzer kann hiervon ein Lied singen: Gerissene Kunststoffverkleidungen oder beschädigte Fenster sind typische Schäden. Ebenso könnten Fenster an Gebäuden zerstört werden, zumindest wenn die Feuerwerkskörper unmittelbar auf das Glas einwirken.

Die größte Gefahr für Sachgegenstände geht jedoch vom Feuer aus. Raketen und ähnliche Feuerwerkskörper können unterschiedlichste Objekte und Materialien in Brand setzen. Leider kommt es deswegen in der Silvesternacht immer wieder zu Gebäudebränden, insbesondere wenn die Temperaturen mild sind und es seit längerer Zeit nicht geregnet hat.

Diesen Schutz bietet die Hausratversicherung

Zugegeben: Nur relativ selten führen Feuerwerkskörper zur Beschädigung oder Zerstörung von Gegenständen, die dem Hausrat zuzuordnen sind. Kein Wunder, schließlich befindet sich der Hausrat normalerweise im Gebäude und ist dort bestens vor Böllern und Raketen geschützt.

Bei Objekten, die sich im Freien befinden ist dies natürlich anders. Allerdings ist eine Regulierung entsprechender Schäden über die Hausratversicherung nur selten möglich. Grund dafür ist die Verpflichtung des Versicherungsnehmers, seinen Hausrat angemessen zu schützen. Wer genau weiß, dass z.B. Gartenmöbel oder Gartengeräten einem Feuerwerk ausgesetzt sind, muss diese zuvor in Sicherheit bringen.

Anders ist die Situation, wenn das Gebäude in Brand gerät und hierbei auch Teile des Hausrats beschädigt oder zerstört werden. Üblicherweise liegt dann ein Versicherungsfall vor, sodass eine Regulierung des Schadens durch die Hausratversicherung erfolgt.

Falls ausschließlich Hausrat beschädigt wurde, der sich ungeschützt im Freien befand, kann der Eigentümer versuchen, einen Haftungsanspruch gegen den eigentlichen Verursacher geltend zu machen. Der haftet nämlich für sein Feuerwerk.

Was bei der Wohngebäudeversicherung zu beachten ist

Die Hausratversicherung reguliert ausschließlich Schäden, die den Hausrat betreffen. Sollten Feuerwerkskörper zu einem Gebäudebrand führen, hat die Regulierung über die Wohngebäudeversicherung zu erfolgen. Sie deckt Schäden dieser Art ab, sodass im Regelfall eine gute Absicherung besteht.

Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Wer z.B. ein Haus mit Reetdach versichert, muss gemäß der Versicherungsvereinbarungen sicherstellen, dass innerhalb eines bestimmten Umkreises kein offenes Feuer entzündet wird. Der Einsatz von Feuerwerkskörpern jeglicher Art (also auch Böller) ist dann nicht gestattet.

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