Anzahl der Wohnungseinbrüche hat sich auch 2014 wieder erhöht

Seit Jahren kennt die Entwicklung bei den Einbrüchen in Häuser und Wohnungen nur eine Richtung. Die Fälle mehren sich, wie Daten von Polizei und Versicherern bestätigen. Erst kürzlich wurde die polizeiliche Kriminalstatistik 2014 veröffentlicht, aus der sich unter anderem ableiten lässt, wie sich die Wohnungseinbrüche in Deutschland entwickelt haben.

Insgesamt haben die Gesetzeshüter über 152.000 Wohnungseinbrüche registriert, was gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme von 1,8 Prozent bedeutet. Auf den ersten Blick mag diese Zahl gar nicht so groß erscheinen, doch letztlich bedeutet sie, dass sich pro Tag 416 Einbruchdiebstähle ereignen – d.h. etwa alle drei Minuten wird irgendwo eingebrochen.

Die meisten Einbrüche ereignen sich verständlicherweise dort, wo die meisten Menschen leben. Daher trifft es Nordrhein-Westfalen besonders hart. Mehr als 52.000 Einbrüche hat die Polizei dort vergangenes Jahr registriert, d.h. mehr als ein Drittel aller Einbrüche spielen sich in einem einzigen Bundesland ab. Ein kleiner Trost bleibt den Menschen aus NRW dennoch: Die Anzahl der Einbrüche hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verringert.

Das Bundesland mit den wenigsten Einbrüchen ist übrigens Thüringen. Dort wurden keine 1.000 Einbrüche verzeichnet, der Rückgang gegenüber dem Vorjahr beträgt mehr als 17 Prozent. Eine ganz andere Entwicklung hat sich wiederum in Bayern abgezeichnet. Das Bundesland, das bisher als Musterland galt, musste einen erheblichen Anstieg verzeichnen. Die Polizei registrierte mehr als 8.200 Wohnungseinbrüche, was einem Anstieg um beeindruckende 28 Prozent entspricht. Ähnlich ist die Entwicklung übrigens auch in Baden-Württemberg, wo gut 13.000 Einbrüche registriert wurden, was einem Anstieg von über 19 Prozent entspricht.

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