Hausratversicherung übernimmt keine Frostschäden an Pflanzen

Langsam aber sicher neigt sich der Sommer dem Ende zu, was man vor allem nachts zu spüren bekommt: Die Temperaturen sinken stark ab – in den letzten Nächten wurden in einigen Regionen sogar Temperaturen gemessen, die nur geringfügig über dem Nullpunkt lagen. Dies stellt besonders für Pflanzen eine große Gefahr dar: Viele Hobbygärtner haben kostspielige Topfpflanzen im Garten oder auf der Terrasse stehen, die solch niedrige Temperaturen nicht vertragen. Da kann es durchaus vorkommen, dass die Pflanzen aufgrund der Kälte beschädigt werden und eingehen.

Nun gibt es Pflanzenliebhaber, die in solch einem Fall vorhaben, den entstandenen Schaden über die Hausratversicherung zu regulieren. Der Gedankengang sieht in solchen Fällen meist wie folgt aus: Es wird davon ausgegangen, dass eine Schadensregulierung möglich ist, weil die Hausratversicherungen unter anderem auch das Risiko Frostschaden abdeckt. Zudem können Pflanzen zum Hausrat gezählt werden – folglich scheint es so, dass bei derartigen Schäden (die sich bei einigen Pflanzen auf stolze Beträge belaufen können) eine Regulierung über die Hausratversicherung möglich ist.

In der Realität sieht die Sache jedoch ein wenig anders aus. Zwar werden Pflanzen zum Hausrat gezählt, jedoch ist es nicht möglich, sie gegen Frostschäden zu versichern. Bei einer Beschädigung durch Frost wäre eine Regulierung höchstens dann möglich, wenn ein Folgeschaden (z.B. wegen einer ausgefallenen und durch Frost beschädigten Heizung) vorliegt und sich die Pflanzen innerhalb eines Gebäudes befanden, wo sie eigentlich geschützt wären. Stehen die Pflanzen im Freien, greift der Schutz verständlicherweise nicht – eine Regelung, die im Übrigen auch für das Diebstahlrisiko gilt.

Kommentare

  1. David Bruhn meint:

    Wie sieht es bei Wildschweinen aus? Die können einen ganzen Garten umgraben und eheblichen Schaden verursachen.

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