Schmutzwasser: Hausratversicherung zahlt nicht immer

Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass die Hausratversicherung viele Risiken versichert und unter anderem auch die Kosten für Schäden übernimmt, die auf Abwasser zurückzuführen sind. Allerdings zahlt die Hausratversicherung trotzdem nicht immer: Es kommt immer ganz auf die Art des Wasserschadens an. Dies gilt besonders für Schmutzwasser.

Unter Schmutzwasser ist Abwasser zu verstehen, welches im Haushalt entsteht und im Normalfall über die Abwasserleitungen abgeleitet wird. Durch Leitungsschäden (wie zum Beispiel einem Rohrbruch) ist es möglich, dass das Schmutzwasser in den Haushalt bzw. in Wohnräume gelangt und dort einen Schaden anrichtet. Das Ausmaß eines solchen Schadens ist nicht zu unterschätzen: Aufgrund des meist hohen Bakteriengehalts kann es schnell zu einer intensiven Geruchsbildung kommen, weshalb Hausrat, der mit dem verschmutzten Wasser in Berührung kann, oftmals nicht mehr zu gebrauchen ist.

Ob die Hausratversicherung einen solchen Schaden reguliert, hängt ganz davon ab, auf welche Weise er entstanden ist. Bei Leitungsschäden befinden sich Versicherungsnehmer auf der sicheren Seite: Wenn eine Abwasserleitung undicht wird und das Abwasser austritt, so liegt ein Versicherungsfall vor – somit übernimmt der Versicherer die Kosten, die mit der Beseitigung des Schadens in Verbindung stehen.

Ganz anders sieht es aus, wenn der Versicherungsnehmer maßgeblich die Schuld am Wasser austritt trägt. So kann es zum Beispiel passieren, dass ein Putzeimer umkippt und dabei eine ordentliche Menge stark verschmutzten Wassers im Haushalt verteilt. Solch eine Situation verkörpert keinen Versicherungsfall: Der Versicherungsnehmer hat die Kosten, die aus der Schadensbeseitigung resultieren, selbst zu tragen.

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