Wie Kassenbelege und Fotos den Wert des Hausrats nachweisen
Grundsätzlich bietet die Hausratversicherung einen guten und vor allem auch wichtigen Versicherungsschutz. Schließlich kann sich der im Haushalt befindliche Hausrat schnell auf einen hohen Wert belaufen. Doch leider nutzt die beste Versicherung nichts, wenn der Versicherer nach einem Schaden den gemeldeten Schadensbetrag anzweifelt. Besonders bei größeren Schäden wie beispielsweise bei Gebäudebränden kommt dies häufiger vor. Die Versicherer sind äußerst vorsichtig, weil so mancher Versicherungsnehmer versucht, eine möglichst hohe Entschädigung zu erzielen.
Das Problem ist im Endeffekt die Beweislast: Nach einem Brand kann der Versicherte oftmals nur schwer beweisen, welchen Hausrat er besessen hat bzw. welche Gegenstände beschädigt wurden – oftmals sind die Überbleibsel nicht mehr zu identifizieren. Für den Versicherungsnehmer besteht daher das Risiko, auf einem beachtlichen Teil der Kosten sitzen zu bleiben.
Allerdings ist es ganz einfach möglich, sich abzusichern. Es bedarf lediglich aussagekräftiger Beweise. Hierzu zählen in erster Linie Kassenbelege: Sie beweisen einwandfrei, welche Sachen angeschafft wurden. Allen Versicherungsnehmern kann daher nur der Tipp gegeben werden, nach jeder größeren Anschaffung (beispielsweise von Möbelstücken, Computern, Unterhaltungselektronik etc.) die entsprechenden Kassenbelege aufzubewahren. Diese stellen im Schadensfall einen aussagekräftigen Beweis dar, der nur schwer anzuzweifeln ist. Wenn die Belege dann noch um Fotos ergänzt werden, befindet man sich auf der sicheren Seite. Folglich ist es immer gut, Belege über größere Summen aufzubewahren und einmal im Jahr Fotos von der Wohnung zu machen.
Ein ganz wichtiger Punkt ist die Aufbewahrung: Kassenbelege und Fotos, die bei einem Brand zerstört werden, helfen natürlich wenig. Eine gesicherte Aufbewahrung in einem anderen Gebäude (beispielsweise bei Verwandten) ist deshalb empfehlenswert.

