Welche Hausrat-Versicherungsvariante soll’s denn sein?

Wer sich erstmals zum Thema Hausratversicherung informiert oder derzeit einige Angebote miteinander vergleicht wird feststellen: Auf dem Hausrat-Versicherungsmarkt hat sich einiges getan. Statt einer einzigen Police bieten einige Assekuranzen mitlerweile gleich mehrere Versicherungsvarianten. Oftmals findet man auch einen Basisschutz, der durch optionale Zusatzpolicen weiter ausgebaut werden kann. Auf den ersten Blick scheinen diese Optionen sehr attraktiv, schließlich bestimmt jeder Versicherte auf diese Weise selbst, wie umfangreich und damit auch teuer der eigene Versicherungsschutz werden soll. Ein großer Nachteil ist jedoch, dass die Angebote aufgrund der unterschiedlichen Sondertarife und Optionen deutlich schlechter als noch vor ein paar Jahren vergleichbar sind.

Ein Beispiel: Auf der Suche nach einer Hausratversicherung stößt ein Interessent auf das Angebot der DEVK. Statt einer Police erwarten ihn dort aber gleich mehrere Angebote. Neben der Hausratversicherung gibt es auch noch die Police Hausrat Plus, eine Elementarschadenversicherung, einen Haus- und Wohnungsschutzbrief und darüber hinaus auch noch eine Glas- und eine Reisegepäckversicherung.
Ein Blick in den Versicherungsumfang offenbart: Was man bei anderen Assekuranzen zum Teil mit einer Police abdecken kann, ist hier auf unterschiedliche Optionen verteilt. Die Hausrat Plus etwa umfasst auch Sengschäden und Diebstahl aus dem Kfz, der Schutzbrief hilft, wenn der Schlüsseldienst kommen muss.

Diese Verteilung der Leistungen hat zwei Effekte: Zum einen sind Verbraucher damit gezwungen, gleich mehrere Policen bzw. eine Police mit Zusatzprodukt abzuschließen. Zum anderen sind die Leistungen unter den einzelnen Assekuranzen auf diese Weise immer schwerer zu vergleichen. Dieser Trend ist übigrigens nicht nur bei Hausratversicherungen zu beobachten – Stiftung Warentest hat schon mehrmals darauf hingewiesen, dass sich Versicherungsprodukte aufgrund ihrer Tarifstruktur bzw. ihres unterschiedlichen Versicherungsumfangs generell immer schlechter vergleichen lassen. Im Zweifelsfall heißt es für den Verbraucher: Statt auf eigene Faust zu suchen ist es sinnvoller und deutlich zeitsparender, einen Vergleichsrechner oder gleich einen unabhängigen Versicherungsmakler zu Rate zu ziehen.

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