Statistiken und Daten zu Wohnungseinbrüchen während der Urlaubszeit

Leider kommt es immer wieder vor, dass Urlauber gut gestimmt aus dem Urlaub zurückkehren und dann beim Betreten ihres Hauses oder ihrer Wohnung einen großen Schock erfahren. Anstatt sich zu Hause erst einmal ausruhen zu können, blicken sie auf ein Chaos, das von Einbrechern verursacht wurde. Hierbei handelt es sich um keine Einzelfälle. Während der Urlaubszeit schlagen Einbrecher sehr häufig zu.

Im Allgemeinen gilt, dass sich die meisten Einbrüche vor allem im Winter bzw. der dunklen Jahreszeit abspielen. Doch während der Urlaubszeit im Sommer können viele Kriminelle nicht widerstehen: Häuser und Wohnungen sind oft tagelang verlassen, sodass sie sich innerhalb der Wohngebäude in aller Ruhe auf die Suche nach Wertsachen begeben können.

Das Risiko eines Einbruchs ist nicht zu unterschätzen. Viele Personen nehmen an, dass derartige Einbrüche große Ausnahmen sind. Allerdings darf man sich nicht täuschen lassen. Statistisch gesehen findet in Deutschland alle vier Minuten ein Einbruch statt.

Erhöhtes Einbruchrisiko im Norden und in den Großstädten

Im Bezug auf die Häufigkeit der Einbrüche im Bundesgebiet sind gravierende Unterschiede festzustellen. Zahlreiche Statistiken belegen, dass im Norden Deutschlands häufiger als im Süden eingebrochen wird. Zudem verzeichnet der Norden auch das schnellere Wachstum bei den Einbruchdiebstählen. Im vergangenen Jahr wurde in Sachsen der größte Zuwachs bei den Einbrüchen festgestellt, der sich auf 21,2 Prozent beläuft. Mit 16,3 Prozent landet Hessen auf dem zweiten Platz, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 13,7 Prozent.

In den Städten wird deutlich häufiger als auf dem Land eingebrochen. Spitzenreiter im Bundesgebiet sind die Stadtstaaten. Mit 43,6 Einbrüchen je 10.000 Einwohner im Jahr 2011 belegt Bremen den ersten Platz, Hamburg und Berlin folgen mit 42,3 und 25,3 Einbrüchen je 10.000 Einwohner.

Einbruchstatistik

 

Klassische Wertsachen und Fahrräder sind bei Einbrechern gefragt

Beim Auswählen des Diebesguts sehen die Einbrecher ganz genau hin. Die größte Präferenz haben klassische Wertsachen wie Bargeld, Schmuck, Uhren und Kunstgegenstände. Außerdem ist festzustellen, dass Einbrecher wieder verstärkt Fahrräder stehlen. Im Jahr 2011 registrierte die Polizei einen 35-prozentigen Anstieg der Fahrraddiebstähle.

Bei anderen Dingen halten sich die Einbrecher hingegen zurück. Vor allem Geräte aus dem elektronischen Bereich werden seltener gestohlen. Laptops und Flachbildfernseher sind längst nicht mehr so sehr gefragt, wie dies früher einmal der Fall gewesen ist. Dies dürfte vor allem dem starken Preisverfall sowie den immer größer werdenden Geräteabmessungen geschuldet sein.

Finanzieller Schutz dank Hausratversicherung

Die Opfer können durch einen Einbruchdiebstahl schwer finanziell geschädigt werden. Doch zum Glück gibt es eine Absicherung. Eine Hausratversicherung deckt unter anderem das Risiko des Einbruchdiebstahls ab. Sollte es zum Ernstfall kommen, werden die entstandenen Kosten vom Versicherer erstattet.

Der Schutz einer Hausratversicherung greift jedoch nur, solange der Versicherungsnehmer nicht fahrlässig handelt. Dementsprechend müssen Versicherungsnehmer gleich mehrere Regeln beachten. Hierzu zählt insbesondere das Schließen von Türen und Fenstern, wenn man das Gebäude verlässt. Ansonsten kann es passieren, dass der Versicherung eine Kürzung der Entschädigungssumme vornimmt oder die Leistung einer Entschädigung sogar vollständig verweigert.

Ganz wichtig ist auch die Art der Absicherung. Je nach Hausrat wird ein spezieller bzw. erweiterter Versicherungsschutz benötigt. Das beste Beispiel ist das Fahrrad: Bei zahlreichen Versicherern werden beim Fahrraddiebstahl maximal 300 Euro erstattet. Der Wert vieler Fahrräder liegt jedoch deutlich höher. Aus diesem Grund ist es wichtig, den passenden Hausrattarif zu wählen oder die Versicherung gezielt zu ergänzen.

Ein ganz wichtiges Thema ist die Aufbewahrung von Wertsachen. Bei den meisten Versicherern ist ungesichert aufbewahrtes Bargeld lediglich bis zu einem Betrag von 500 Euro versichert. Werden Bargeld sowie andere Wertsachen in einem Wertschutzschrank aufbewahrt, so greift eine wesentlich bessere Absicherung. Sofern man keinen Tresor anschaffen möchte, kann auch auf ein versichertes Schließfach bei der Bank ausgewichen werden.

Abschließend sei angemerkt, dass die Hausratversicherung bei Einbruchdiebstahl nur zahlt, wenn dieser auch ganz offensichtlich vorliegt. Aufgrund des zunehmenden Versicherungsbetrugs suchen Versicherungsermittler gezielt nach Einbruchsspuren, die sich an Türen oder Fenstern befinden.